Gassi gehen … endlich mal entspannt mit Hund!

gassi gehen

Gassi gehen könnte so schön sein… wenn denn der Hund die Leinenführigkeit gelernt hat. Die Realität sieht oft anders aus, der Hund zerrt an der Leine wie ein Stier. Wenn Hunde gassi gehen, dann führt selten der Mensch, sondern der Hund zieht an der Leine, wohin er will. Artig an der Leine gehen ist gar nicht so schwer beizubringen. Als Ergebnis erhält man einen Hund, der auch ohne Leine brav am Bein läuft, wenn der Besitzer es wünscht.

Worte sagen nicht so viel wie bewegte Bilder, daher schau Dir doch mal mein Video an. Ich habe dafür einen recht braven Hund genommen, um die einzelnen Sequenzen besser aufzeigen zu können.

Das Problem von unzureichender Leinenführigkeit ist eher ein „neueres“ Problem es begann ab dem Zeitpunkt, wo Hunde rein als Haustier gehalten wurden, wo das Zusammenleben mit einem Hund keinen wirklichen „Nutzen“ hatte, außer dass der Hund ein Teil der Familie sein durfte… ohne Gegenleistung. Wo es eigentlich noch in den 70er Jahren eher die Regel war, das Hunde zur Erfüllung irgendeiner Aufgabe gehalten wurden, als Jagdhund, Schutzhund oder Wach- bzw. Hofhund, ist es in unserer heutigen Zeit eher die Regel, dass Hunde als Familienmitglied im Haus leben. Für mich als Hundetrainerin ist es immer wieder er

staunlich, wie sich Hundebesitzer schikanieren lassen (zum Beispiel beim Gassi gehen!) und für jedes Fehlverhalten ihres Hundes eine Erklärung parat haben, anstatt diese Fehlverhalten abzustellen! Die Kinder der Familien sind eigentlich meist schon recht vorzeigbar, sie benehmen sich sehr artig, gehen ordentlich mit ihren Eltern  auch ohne Leine, sie kommen, wenn sie gerufen werden 😉 und das alles OHNE KEKSE!!!

Gassi gehen mit den Kindern perfekt, mit dem Hund katastrophal…

Der Hund zerrt an der Leine, wohin er will, der Besitzer fliegt hinterher. Im Freilauf muss gebeten und gebettelt werden, oder der Hund bleibt eh an der „Schlepp“ (auch so ein neues Wort), weil er nicht abrufbar ist. Natürlich ist es etwas anderes, ob ich ein Kind oder ein Raubtier frei laufen lasse (oder?), aber die Einstellung muss passen. Ich als vernunftbegabtes Wesen bestimme die Regeln und sorge somit für Struktur im Alltag. Hunde sehnen sich nach Regeln, sie können erst glücklich und zufrieden sein, wenn sie wissen, wo dran sie sind. Kein Mensch braucht ein aufgedrehtes Triebmonster!

gassi gehen

Als geeignetes Hilfsmittel gibt es bei mir eine Art Retrieverleine, zumindest aber das Halsband sollte ein Zughalsband sein, um dem Hund Signale geben zu können, aber das Wichtigste ist wirklich die gute und deutliche Körpersprache des Hundeführers. Das ist vielleicht nicht so schnell zu erlernen, aber die Mühe lohnt sich! Denn wenn das tägliche Gassi gehen schon mehr Qual als Freude ist, dann wirkt sich das eindeutig negativ auf das Zusammenleben mit seinem Hund aus. Siehe auch hier ein Video, in dem ich meine Arbeitsleine vorstelle und erkläre.

Ich hoffe, ich konnte Dir helfen, auch aus Deinem Hund einen angenhemen Begleiter beim  Gassi gehen zu machen,

Deine Steffi Salostowitz